Archiv für den Monat: August 2015

Biene vs. Wespe

Als ich gestern die Fluglöcher am Bienenstand beobachtet habe, bot sich mir nach kurzer Zeit ein unerwartetes Spektakel: Aus dem Einflugloch einer Beute kämpften sich wie Ringkämpfer eine Biene und eine Wespe hervor und purzelten über das Anflugbrett hinweg nach unten ins Gras. Mein Foto War schnell zur Hand und dokumentierte das Schauspiel!
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…es gab einen Sieger: Das Bienenvolk! Die Biene wehrte den Feind erfolgreich ab – die Wespe ist tot. Leider ließ die Biene dabei auch ihr Leben!

Der Bücherskorpion – Ein seltener Gast im Bienenstock

Wow, wie cool is das denn 🙂

Habe heute in meinen Imker Utensilien einen tollen Fund gemacht: Einen Bücherskorpion!

Dieses kleine Tierchen lebt in der Nähe (oder sogar in) von Bienenstöcken. Im Zuge der Varroa Behandlungen werden viele bzw. alle der kleinen “Beutenhausmeister” getötet. Der Bücherskorpion ist daher sehr selten in Bienenbeuten zu finden.

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Welches Glück einen der kleinen Pseudoskorpione zu entdecken! Er fühlte sich auf meiner Hand wohl und wollte sich in meinen Haaren verstecken! An einem sicheren Platz habe ich ihn unversehrt abgesetzt…hoffentlich sehe ich in der nahen Zukunft viele der nützlichen Varroafresser!

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Efeu

Botanischer Name:   Hedera Helix
Blütezeit:  August – September
Bienennutzen:  viel Pollen und Nektar

Für diese Jahreszeit ein sehr gute und dringend gebrauchte Nahrungsquelle!

Knabenkraut

knabenkraut
Botanischer Name:  Orchis morio
Familie: Orchideengewächs
Blütezeit:  ab ca. Mitte April bis ???
Bienennutzen:  Hauptbestäuber sind Hummeln und Bienen – genaue Daten liegen nicht vor

Wiesensalbei

wiesensalbei

Botanischer Name: Salvia pratensis
Blütezeit: Mai – August
Bienennutzen:  gering

Der Hebelmechanismus der Blüte kann meist nur von Hummel betätigt werden, da diese mehr auf die Waage bringen! 🙂

Der Honig

Honig ist ein Produkt aus Nektar, Honigtau oder beidem. Die Honigbienen reichern den Honig mit sekreten und körpereigenen Stoffen an, ebenso wird durch “umtragen” des Honigs der Wassergehalt gesenkt. Danach wird es in Honigwaben eingelagert und mit Deckelwachs verschlossen.

Die Farbe, Geschmack und die Konsistenz hängt vom eingetragenen Nektar ab, welcher von Pflanze zu Pflanze einen unterschiedlichen Geschmackt hat. Auch die Reife des Honigs beeinflusst maßgeblich den Geschmack.

Im Honig sind mehrere Zuckerarten enthalten, welche den kristalisierungsgrad steuern. Die beiden Hauptzuckerarten sind Frucht- und Traubenzucker. Je mehr Traubenzucker, desto schneller die Kristallation – je mehr Fruchtzucker desto langsamer die Kristallation.

Bildung von Honig

  1. Aufnahme von Nektar/Honigtau
  2. Fermente (Invertase und Saccarase) werden von der Honigbiene beigegeben und spalten Rohrzucker in Frucht- und Traubenzucker
  3. Weitergabe an Stockbienen mit nochmaliger Fermentierung (Umtragen)
  4. Einlagerung in die Waben
  5. Bis zu fünfmaliges Umtragen des Honigs mit Zugabe von Diastase, Phosphatase, Oxidase -> hier entstehen Keimhemmende Inhibine
  6. Wassergehalt des Honigs wird auf 14-18% heruntergesetzt (Rüsselschlagen der Bienen)
  7. Nach vollständiger Füllung der Waben mit Honig kommt es zur Verdeckelung der Wabe mit Deckelwachs
  8. Nun ist der Honig reif und kann geschleudert werden

Physikalische Eigenschaften:

Wassergehalt:

  • Blütenhonig hat ca 14 – 21%
  • Waldhonig hat ca. 14 – 18 %

Elektrische Leitfähigkeit:

  • Blütenhonig liegt im Bereich von 100-800 Mikrosiemens/cm
  • Waldhonig müssen einen Wert höher als 800 Mikrosiemens/cm haben, allerdings darf ein Honig im Beriech 500-800 Mikrosiemens/cm bei einer dunklen Farbe als “Blüten und Waldhonig” bezeichnet werden

Eigenschaften des Honigs

  • hygroskopisch:  Er zieht Wasser an und muss deshalb verschlossen werden
  • offener Honig nimmt Gerüche auf
  • Honig kristalisiert – früher oder später! An und für sich ist es ein gutes Zeichen und hängt von der Menge an Traubenzucker (Raps, Löwenzahn, Obstblüten, Sonnenblumen Nektar) ab. Waldhonig kristallisiert langsamer durch ihren hohen Fruchzuckeranteil