Archiv für den Monat: Juni 2015

Was tun bei einem Bienenstick?

Vor zwei Tagen hat mich mal wieder eine Biene in die Hand gestochen. Ist nicht weiter bienenstick-hand tragisch, aber ab und zu passiert es, dass meine Hand stärker anschwillt wie sonst. Um den Bienenstich gar nicht soweit kommen zu lassen, gibt es diverse Mittel aus der Apotheke, die durch Hitze oder Kälte das Gift “sprengen”. Die Natur hat jedoch auch Mittel und Wege für die Hilfe zur Selbsthilfte! Wichtig bei beiden Methoden ist: Je früher die gezielt Behandlung erfolgt, desto besser ist die Chance auf schnelles verheilen bzw. abschwellen. Im Falle einer Allergie auf Bienenstiche muss natürlich sofort der Arzt aufgesucht werden.

Bei einem Bienenstich bediene ich mich immer einer Zwiebel! Ich hab’sie immer am Bienenstand dabei. Kommt es zum Stich, so schneide ich mir ein Stück herunter und reibe den Saft zunächst aufzwiebel und um die Stichstellen. Danach lasse ich großflächig die Zwiebel um den Stich drauf. Manchmal mach ich mir ein “Zwiebelsandwich”, das ich mit handelsüblichen Binden mir an die Hand binde. Je nach Giftdosis muss die Zwiebel mal länger, mal kürzer getragen werden!

 

Varroakurs am Bienenlehrstand im Warmisried

Gestern habe ich einen Varroabekämpfungskurs der Imker Unterallgäu besucht. Sehr interessant, aber auch sehr erschreckend wie es um die Bienen steht! Ich bin immernoch etwas perplex, wie krass sich die Varroa entwickelt!

Jedenfalls war der Kurs sehr lehrreich und witzig – hat sehr viel Spaß gemacht! Danke an den Verband Imker Unterallgäu. Weitere Termine und Veranstaltungen kannst du der offiziellen Seite entnehmen.

Hier ein Link, wo sich der Kreislehrbienenstand befindet:   Karte öffnen

Die Drohnenschlacht

Im August findet im Bienenvolk die sogenannte Drohnenschlacht statt. Hier werden alle noch lebenden Drohnen nicht mehr gefüttert und aus dem Stock geworfen. Teilweise werden die Drohnen auch mit dem Stachel getötet und somit nicht mehr im Stock geduldet. Die Drohnen können sich dagegen nicht wehren, da sie keinen Stachel besitzen und sind somit unmittelbar mit ihrem Todesschicksal konfrontiert.

Im August findet der Imker viele Drohnenleichen vor seinen Beuten. Die Drohnenschlacht kann mehrere Wochen andauern.

Der Drohn

Der Drohn hat, verglichen mit der weiblichen Arbeitsbiene, wenige Aufgaben. Angeblich sorgt er für Harmonie im Volk und ist sonst (nur) für die Begattung der Königin zuständig. Dabei verliert er allerdings sein Leben, da sein Genital bei der Paarung abreist…. 🙁

Er hat keinen Stachel zum stechen und ist deutlich größer als die Arbeitsbiene.

Aufgaben
  • Königin begatten
  • Harmonie im Bienenvolk (?!?)
Fakten zum Drohn
  • Entwicklungszeit:  24 Tage
  • Entwicklung aus unbefruchteter Larve
  • männliche Biene
  • Lebensdauer:   ca. 4 – 8 Wochen
  • Größe:  ca. 15 – 17 mm
  • Gewicht: 200 – 260 g
  • Kann nicht stechen
  • wird bis zur Drohnenschlacht im Volk geduldet
Lebensweg des Drohn

Geburt:
Tag 1:     Eiablage (unbefruchtet) der Königin – Ei steht
Tag 2-3:   Ei senkt sich in Wabe
Tag 4-9:   Made schlüpft und verzehrt Pollen und Honig
Tag 10:     Made streckt sich und Zelle wird verdeckelt
Tag 11-14: Nymphe verwandelt sich
Tag 15-23: Verpuppung und Reifung bis zum Insekt
Tag 24:    Bienendrohn schlüpft

 

Die Arbeitsbiene

Die Arbeitsbiene übernimmt sehr sehr viele Aufgaben im Bienenstock. Sie ist zuständig für die Nahrung, die Reinigung des Stocks, die Aufzucht des Nachwuchses, den Bau der Waben…. Eine ganz schöne Menge wenn man bedenkt, dass die Arbeitsbiene im Sommer nur ca. 40 Tage lebt – die Winterbienen leben hingegen ca. 6-7 Monate.

Aufgaben
  • Zellen sowie den Bienenstock rein halten
  • Brut füttern und aufziehen – Ammenbiene
  • Nektar abnehmen und weiterverarbeiten
  • Wabenwerk bauen
  • Umgebung erkunden
  • Stock bewachen
  • Königin füttern
  • Pollen sammeln
  • Nektar sammeln
  • Propolis sammeln
  • Bienenstock verkitten (Propolis)
  • Bienstock belüften
  • Honig verarbeiten und einlagern
  • Pollen sammeln und einlagern
Fakten zur Arbeitsbiene:

Größe:  ca. 12 – 15 mm  (Länge)
Dicke: ca. 4mm
Gewicht: ca. 120 mg
Entwicklungszeit: 21 Tage
Flugradius: ca. 4 -5 KM
Fluggeschwindigkeit: bis ca. 30 Km/H
Durchmesser Brutzelle: ca. 5,4 mm

Lebensweg der Arbeitsbiene:

Geburt:
Tag 1:     Eiablage der Königin – Ei steht
Tag 2-3:   Ei senkt sich in Wabe
Tag 4-8:   Made schlüpft und verzehrt Pollen und Honig
Tag 9:     Made streckt sich und Zelle wird verdeckelt
Tag 10-12: Nymphe verwandelt sich
Tag 13-20: Verpuppung und Reifung bis zum Insekt
Tag 21:    Biene schlüpft

Stockbiene:
Tag 1-2:   Zellen putzen und Brut Wäremen
Tag 3-6:   Fütter die Maden/Ammenbiene
Tag 7-9:   Nimmt Nektar zum Einlagern ab
Tag 10-12: Putzt des Stock
Tag 13-14: Baubiene
Tag 15-17: Erkundet die Umgebung
Tag 18-19: Wache am Stock

Sammelbiene:
Tag 20-40: Sammelbiene für Honig und Pollen
Tag 41:    Tod

Bau und Entstehung neuer Bienenbeuten

Nachdem sich meine Bienen fleissig durch kontrolliertes Schwärmen und Ablegerbildung vermehrt haben, ferner ich in Rammingen und Türkheim Bienen Schwärme aus dem Garten gerettet habe, benötige ich für den Herbst und Winter noch mehrere Zargen für mein Beutensystem.

Gestern war es soweit! Hier einige Bilder aus Sepp’s “Holz  Manufaktur”  🙂

bienenflo-beuten7

Zur Gallerie!

Respekt Frankreich – Vive la France!

Ich war heut sehr positiv überrascht, dass Frankreich den Verkauf des Spritzmittels Glyphosat verbietet. Das Spritzmittel ist besser bekannt unter dem Namen “RoundUp” der Firma Monsantos. Hierzu gibt es sehr viele Berichte, wie gefährlich das Mittel für die Umwelt und den menschlichen Körper ist.

Wir können alle nur hoffen, dass wir dem Weg des Vorreiter Frankreich folgen werden!

Endlich…die lang ersehnte Lindenblüte 2015!

Wenn ich aus meinem Büro schaue, sehe ich im Garten eine wunderschöne Linde, die sich heuer viel Zeit lässt. Ich beobachte die Linde nun schon seit Ende Mai und warte sehnsüchtig darauf, dass sie ihre Blüten öffnet.

Heute war es dann endlich soweit: Von der Ferne sah ich Mittags plötzlich wildes Insektentreiben rund um die Linde!

Lindenblüte

Welchen Nutzen die Linde für die Biene hat, könnt ihr aus meinem Wissensbereich entnehmen.

Zerbissene Biene

Ich habe gestern bei der Durchsicht meiner Völker einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Auf dem Propolisgitter (habe ich rein interesse halber eingelegt) lag eine Biene, die wie mit dem zerlegte-biene-im-stockSkalpel geteilt schien. Der Hinterleib war in der Mitte fein säuberlich abgetrennt und der noch vorhandene Teile der Biene war leer?!? Komisch dachte ich mir und untersuchte den Stock auf Auffälligkeiten, fand aber zum Glück nichts.

Trotzdem lies es mir keine Ruhe und so hab ich im Internet nachgelesen und in Erfahrung bringen können, dass Wespen dafür verantwortlich sind. Die “Biester” gehen teilweise im Bienenstock mit ein und aus, ohne das sich die Bienen dagegen wehren?!? Sei wohl ein natürlicher Prozess… naja, verbleibt zu sagen, dass das Volk sowieso nicht ganz so gut da steht, da die Königin legefaul war und mir bei einer Kontrolle von Rähmchen fiel und genau auf das Flugbrett des anderen Volkes. Sie hatte auch nichts besseres zu tun als in das falsche Volk zu verschwinden…nun habe ich eine intakte Weiselzelle vom einen in das geschwächte Volk umgeweiselt.

Abwarten was mich in einigen Tagen erwartet….